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ASRock Z68 Extreme7 Gen3
08:10 - 11/10/2011
Wir werden von Unternehmen oft gefragt, was notwendig ist, um für ein Produkt eine Auszeichnung zu erhalten und geben unsere Meinung und Ansichten natürlich gerne weiter. Selbstverständlich kann es nie schaden viele Features zu einem niedrigen Preis anzubieten um beim Preis-/Leistungsverhältnis die Nase vorne zu haben. ASRock ist eines der Unternehmen, das im Allgemeinen ein offenes Ohr für unsere Wünsche hat, was wir gerne auf einem Motherboard sehen würden. Dies resultiert in Boards, die mit ausgeklügelten Features aufwarten können.
Wir werden allerdings nicht immer erhört, was sich z.B. am I/O-Panels dieses Boards festmachen lässt. ASRock bestand darauf hier einen VGA-Port unterzubringen obwohl uns keine High-End-User bekannt sind, die preiswerte LCDs geschweige denn Röhrenmonitore nutzen. Und obwohl wir wissen, dass es Enthusiasten gibt, die auch weiterhin auf ältere Tastaturen und Mäuse schwören, verzichtet ASRock auf PS/2-Ports, die zugunsten des genannten VGA-Anschlusses wegfielen.
Unserem Wunsch nach zwei PCIe-Bridges ist ASRock hingegen nachgekommen: Eine für die CPU und eine für den Plattform-Controller-Hub damit Three-Way-SLI auf verschiedenen Steckplätzen möglich wird. Durch den NF200 von Nvidia verdoppelt sich die Anzahl der PCIe-Lanes der CPU, indem identische Datensignale an mehrere Karten gesendet werden. Diese funktioniert natürlich nur, wenn die Karten auch auf identische Datensignale reagieren, wie das im SLI- oder CrossFire-Modus der Fall ist.
Bei der anderen PCIe-Bridge handelt es sich um eine PEX8608, mit der zwei BCM57781 Netzwerk-Controller, zwei AMS1042 USB 3.0-Controller, zwei PCIe x1-Steckplätze, ein ASM1061 Vier-Port SATA 6Gb/s-Controller, ein VT6315N FireWire-Controller, eine ASM1083 PCIe-to-PCI-Bridge und ein PCIe x4-Slot gleichzeitig auf einem Chipsatz mit lediglich acht PCIe 2.0-Lanes ihre Arbeit verrichten können. Das 20 Gb/s DMI zwischen der CPU und dem Chipsatz beschränkt die volle Bandbreite auf den Gegenwert von vier Geräten. Allerdings können wir uns kaum vorstellen, dass es viele Anwender gibt, die all diese Anschlüsse gleichzeitig mit der vollen Bandbreite nutzen würden. Eine weitere Option von ASRock wäre gewesen, einige Funktionen zu deaktivieren, während andere in Betrieb sind. Allerdings ist uns der Zugriff auf sämtliche Plattform-Funktionen lieber, als unter Umständen eine Karte herausnehmen zu müssen, um so einen Anschluss zu aktivieren.
Manche Leser dürften durch eine Angabe in der Funktionstabelle auf der vorherigen Seite etwas verwirrt sein. Dort steht, dass es vier x16-Steckplätze gibt, auch wenn auf dem Board eindeutig fünf zu sehen sind. Um PCI Express 3.0-Unterstützung auf einem Board mit einer PCIe 2.0-fähigen Bridge von Nvidia zu bekommen wird der zweite x16-Steckplatz direkt mit der CPU verbunden. Gleichzeitig sind der erste, dritte und vierte Slot mit dem NF200 verschaltet. Je nachdem welche Steckplätze belegt sind, entscheiden PCIe 3.0-Umschalter darüber, ob der zweite x16-Slot oder der NF200-Controller aktiviert wird. PCIe 3.0 ist demzufolge nur auf den zweiten x16-Steckplatz verfügbar, während SLI- und CrossFire-Konfigurationen über die anderen Slots realisierbar sind. Ist der erste, dritte oder vierte x16-Steckplatz belegt, kann auf den zweiten Steckplatz nicht zugegriffen werden. Glücklicherweise wird damit bei SLI- und CrossFire-Konfigurationen der Steckplatz deaktiviert, der sowieso vom GPU-Kühler der obersten Grafikkarte verdeckt wird.
Die Abstände zwischen den Karten eignen sich nahezu perfekt für Three-Way-SLI, da zwischen dem ersten und dritten PCIe x16-Slot zwei Slots frei sind. Wir heben SLI an dieser Stelle besonders hervor, da einige Nvidia-Karten auf der Rückseite ein Loch haben, damit von beiden Seiten Luft in den Lüfter strömen kann. Der zusätzliche Platz kommt sowohl den oben als auch den mittig angebrachten Karten zugute. Bei der dritten Karte bereitet die Kühlung kaum Kopfzerbrechen, da der Lüfter von den anderen Karten weg zeigt. Den untersten PCIe 2.0-Slot können wir hier außen vor lassen, da er lediglich mit vier Lanes angebunden ist und damit nicht für SLI- bzw. CrossFire-Konfigurationen geeignet ist.
Ein SATA 6Gb/s-Port des ASM1061-Controllers, der über vier Anschlüsse verfügt, wird auch für eSATA verwendet. Dadurch stehen Anwender vor der Wahl, ob ihnen maximal zehn interne Laufwerke oder neun interne und ein externes Laufwerk lieber sind. Für viele Anwender ein wahres Luxusproblem.

Erinnert sich noch jemand an die Baby AT-Systeme mit einem PS/2-Mausanschluss? ASRock lässt die längst vergessene „2-USB-Ports und ein PS/2-Anschluss“ Slotblende wieder aufleben, die sich insbesondere an die Anwender richtet, die nicht auf ihre alte Tastatur oder Maus verzichten wollen. Weiterhin im Lieferumfang enthalten: Sechs SATA-Kabel, eine Bridge für Three-Way-SLI sowie eine USB 3.0-Laufwerksblende im 3,5-Zoll Format.
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