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Mainstream: MSI X58 Pro-E

08:10 - 06/07/2010

Das X58 Pro-E gilt als Mainstream-Motherboard mit Socket LGA1366, wobei die Bezeichnung “Mainstream” in diesem Bereich nicht die glücklichste Wortwahl ist. Trotz eines Preises von etwa 170 Euro zählt dieses Produkt fast als Basis-Option für die Premium-Plattform von Intel, da diese die einzige Möglichkeit darstellt, Prozessoren der Core i7-900-Serie mit vier oder sogar sechs Kernen zu betreiben. Obwohl einige der preiswertesten X58-Lösungen bereits für etwa 100 Euro erhältlich sind, haben wir uns für dieses Modell entschieden, da man für einen Aufpreis von etwa 60 bis 70 Euro ein vollausgestattetes Motherboard erhält, das für zahlreiche Anwender ohne spezielle Ansprüche an Übertaktung bzw. bestimmte Funktionen definitiv solide genug ist.

Hardware-Ausstattung

Das X58 Pro-E bietet alle Funktionen des Intel-Chipsatzes wie z.B. sechs SATA 3 Gb/s-Anschlüsse, zwei 32-bit PCI 2.3- und zwei x1 PCIe 1.1-Ports, Dual-x16 PCI Express 2.0-Slots und einen zusätzlichen x16 PCIe-Steckplatz, der von vier PCI Express 1.1-Lanes mit Leistung versorgt wird. Zudem gibt es insgesamt 12 USB 2.0-Anschlüsse wovon sechs über das ATX-Panel zugänglich sind. Drei zusätzliche Anschlüsse für sechs weitere USB 2.0-Ports befinden sich auf dem Motherboard. MSI hat sich für einen zweiten Massenspeicher-Controller von JMicron entschieden, durch den es zwei weitere SATA 3 Gb/s-Anschlüsse (einen eSATA) sowie einen parallelen UltraATA/133-Kanal  für ältere Laufwerke gibt. Der primäre Controller ist Bestandteil der ICH10R-Southbridge und bietet über alle sechs integrierten SATA 3 Gb/s-Ports hinweg Unterstützung für RAID 0, 1, 5 und 10.

Die sechs DIMM-Sockel können mit DDR3-DIMM-Modulen mit einer maximalen Kapazität von jeweils 4GB ausgestattet werden, was allerdings wegen dem in der CPU integrierten Dreikanal-Speicher-Controller eher ein Prozessor-Feature ist. Overclocking wird bis zu einer Geschwindigkeit von DDR3-1600 bei einer Standard-QPI-Geschwindigkeit von 133 MHz unterstützt. Zudem wird beim Overclocking des Grunddakts der Speichertakt automatisch mit angehoben. MSI bietet Audio-Unterstützung durch den X58-Chipsatz in Verbindung mit dem Realtek ALC889-Codec, einer Mainstream HD-Audio-Lösung. Die Gigabit-Ethernet-Schnittstelle wird durch den Realtek-Chipsatz 8111C bereitgestellt und ein weiterer JMicron-Controller bietet zwei Firewire 1394a-Anschlüsse. Wir entdeckten vier Lüfter-Anschlüsse auf dem Motherboard sowie einen Anschlüss für ein optionales TPM (Trusted Platform Module).

Software-Features und Qualität

Die Liste der Funktionen ist bereits ziemlich umfangreich und verdeutlicht, dass dieses Produkt in gewisser Weise zu den fortschrittlicheren Modellen zählt. MSI hat deshalb einige seiner firmeneigenen Features wie zum Beispiel das DrMOS Spannungsregler-Design integriert, das aus einem effizienten 5-Phasen-Spannungsregler zusammen mit großen Heat-Sinks und einer Heat-Pipe besteht, mit dem Wärme von der Northbridge des Chipsatzes und den Spannungsreglern abgeleitet wird. Hinzu kommt ein dynamisches Design zur Maximierung der Leistungseffizienz und zur Reduzierung der Leistungsaufnahme bei geringer Auslastung. Feststoffkondensatoren verstehen sich in diesem Preissegment von selbst und überraschen kaum; das gilt auch für die geschirmten Spulen. MSI unterstützt zudem BIOS-Aktualiserungen mit USB-Geräten sowie Live-Software-Updates über das Internet.

Übertaktung

Das Board bietet im BIOS umfangreiche Übertaktungsfunktionen, verfügt allerdings auch über einen Satz DIP-Schalter – dem sogenannten EasyOC Switch – mit dem man auf eine höhere Systemgeschwindigkeit umsteigen kann, um so mit minimalem Aufwand übertakten zu können. Wir haben auf unserem Core i7-980X-Prozessor auf dem X58 Pro-E eine maximale Frequenz von 4,13 GHz bei einer effektiven Core-Leerlaufspannung von 1,472 V erreicht. Durch eine eingeschränkte Kühlmöglichkeit konnten wir mit dem BigBang Xpower keine höheren Geschwindigkeiten erzielen.

Leistungsaufnahme

Man dürfte meinen, dass das X58 Pro-E aufgrund des schlankeren Designs der Spannungsregler weniger Leistung aufnimmt als das BigBang Xpower - dies ist allerdings nicht der Fall. Im Leerlauf nahm das X58 Pro-E 98 W auf, wohingegen das Hardcore-Motherboard effizient ist und lediglich 85 W aufnimmt. Die maximale Leistungsaufnahme war auf beiden Motherboards fast identisch. In unseren Übertaktungstests blieb Leistungsaufnahme im Leerlauf beim X58 Pro-E am niedrigsten, es benötigte allerdings eine höhere Spannung, um die Übertaktung von 4,13 GHz zu erreichen.

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