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Angelbird Crest (60 GB)

08:10 - 23/01/2012

Die Angelbird Crest dient in erster Linie als Erweiterung für die vom selben Hersteller angebotene Speicherlösung Wings, einer PCI Express-Steckkarte (PCIe 4x), die sich mit bis zu vier Flash-Laufwerken bestücken lässt. Angelbird zielt mit der Karte auf Einsatz-Szenarien ab, bei denen maximale Performance im Vordergrund steht, etwa bei professioneller Audio- und Videobearbeitung sowie bei Spiele-Enthusiasten und Prosumer-Belangen. Die Konfigurationsmöglichkeiten der Angelbird-Karte haben wir bereits vorgestellt, den Performance-Check der dazugehörigen SSDs reichen wir jetzt nach.

Die vier SATA-Slots (3 Gb/s) der Wings-Karte lassen sich mit jedem 2,5-Zoll-Laufwerk, egal ob Festplatte der SSD bestücken. Angelbird hat dafür auch eine eigene SSD-Reihe im Angebot, die wahlweise in Cartridge-Form oder in einem 2,5-Zoll-Gehäuse daherkommt und sich unabhängig von der Verpackung Crest nennt. Diese SSDs verfügen über 60, 120 oder 240 GB Kapazität, arbeiten mit dem SandForce-Controller SF-1222 und setzen auf MLC-NAND-Flash ohne Cache sowie ein SATA-2-Interface. Das 60 GB-Modell wird auf der Webseite des Herstellers zu einem Preis von 130,80 Euro gelistet.

Herstellerangaben zufolge erreicht die Crest eine sequenzielle Leserate von 285 MB/s und eine sequenzielle Schreibrate von 275 MB/s. Die maximale I/O-Performance soll bei maximal 50.000 IOPS liegen, für die MTBF-Zeit veranschlagt Angelbird zwei Millionen Stunden. Angaben zu Schock- und Vibrationsbeständigkeit, Leistungsaufnahme und zulässigen Temperaturbereichen macht der Hersteller nicht.

Als einzige SSD, die noch auf eine SATA-Bandbreite von 3 Gb/s setzt, hat es die Crest in einem Konkurrenzfeld naturgemäß schwer, das geschlossen auf SATA 6 Gb/s setzt. Allerdings reißt die Schnittstellenperformance auch innerhalb der Grenzen von SATA-2 nicht zu Begeisterungsstürmen hin und markiert die Crest als Schlusslicht im Test. Während die sequenzielle Leserate der SSD bei rund 202 MB/s liegt, zeigt der Geschwindigkeitsmesser bei der sequenziellen Schreibrate gerade einmal 45 MB/s an. Nicht besser sieht es beim zufälligen Lesen und Schreiben von 4 KB großen Datenblöcken aus. Bei zufälligen Leseoperationen erreicht die SSD rund 20.000 IOPS und liegt damit immerhin noch etwa gleichauf mit der Comay Pluto SX3. Deutlich abgeschlagen ist die Crest bei zufälligen Schreiboperationen und schafft mit 1.600 IOPS nur einen Bruchteil der nächstschnelleren SSD, der Plextor PX-M2P mit gerundet 4.300 IOPS.

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