Seite zurück Page 2 / 12 Seite vor
Hardware: Core i7-3960X, Intel DX79SI, Radeon HD 6850
07:40 - 21/11/2011
Wir erhielten von Intel die 6-Kern-Version Core i7-3960X auf Basis von Sandy Bridge-E. Dabei handelt es sich um eine so genannte Extreme-Edition, die Overclockern keine Schranken setzt wenn es darum geht, höchste Taktraten aus dem Prozessor zu kitzeln. Die Spezifikation gibt 3,6 GHz Maximaltakt für alle sechs Kerne vor; Turbo Boost 2.0 hebt diesen kurzzeitig und solange die Abwärme dies erlaubt auf bis zu 3,9 GHz dynamisch an.
Mit aus diesem Grund haben wir eine Flüssigkeitskühlung verwendet, die von Asetek stammt und von Intel dem Test-Kit beigelegt wurde. Das System ist vergleichbar mit Produkten von Anbietern wie Antec, Corsair, Cooler Master und anderen. Es ist allerdings kleiner dimensioniert als die Lösung, die AMD seinem FX-8150 beigelegt hat. Zufall? Sicher ist, dass der Intel-Kühler etwa 100 Euro kostet, aber großkalibrigen Flüssigkeitskühlern nicht das Wasser reichen kann.
Nur wenige Anwender würden wohl einen Core i7-3960X anschaffen, ohne dabei auch eine angemessen schlagfertige Kühllösung vorzusehen. Die Flüssigkeitskühlung – bzw. jede andere, hocheffiziente Kühllösung – sorgt bei Sandy Bridge und Sandy Bridge-E nämlich dafür, dass durch die optimierte Hitzeabführung die erhöhten Taktraten über Turbo Boost 2.0 so lang wie möglich beibehalten werden können – die Performance wird damit effektiv ein wenig optimiert.
Das Intel DX79SI wurde uns ebenfalls zugesandt – wir entschieden uns, dabei zu bleiben. Unsere Erfahrung zeigt, dass Intel-Platinen mit den Produkten der ausgewiesenen Motherboard-Experten wie ASRock, Asus, Gigabyte, MSI und anderen allerdings nicht immer die erste Wahl für Enthusiasten ist. Das soll nicht heißen, dass Intel keine guten Hauptplatinen entwerfen und herstellen lassen kann. Das kann der Platzhirsch sehr wohl.
Aber der Fokus ist ein anderer, denn Motherboards sind für Intel keine strategische Kernkompetenz. Daraus ergibt sich, dass das Niveau an Hardcore-Funktionen im Schnitt nicht mit den High-End-Platinen der genannten Anbieter mithalten kann. Diese bieten feinere Einstellmöglichkeiten, die dem Anwender alle Optionen an die Hand geben – inklusive der Möglichkeit, sich weit außerhalb von Spezifikation und Garantie zu bewegen. Nichtsdestotrotz ist das Intel-Board voll bestückt und bietet zum Beispiel einen Overclocking-Assistenten samt gut funktionierendem Profil-Management.
Ein Produkt wie das DK79SI sollte daher als Quasi-Referenz gesehen werden, die jeder gute Motherboard-Hersteller tunlichst überbieten sollte, um die Hardcore-Kundschaft zufriedenzustellen. Dieses Level an Hingabe ist für 90% aller Anwender sicherlich nicht notwendig, aber die restlichen 10% bestehen frenetisch darauf – und darauf kommt es in diesem Segment oft an.
Auf dem DX79SI finden sich alle Features der X79-Plattform, also12 USB 2.0 Ports, GbE, 8 PCI Express 2.0 Lanes und 6 SATA-Anschlüsse mit 6 Gb/s sowie die Rapid Storage Optionen von Intel. Der Prozessor bietet zudem noch 40 PCI Express 2.0 Lanes für Multi-GPU-Lösungen.
Hier noch mal ein paar Eindrücke zum Kühlkonzept des Intel-Boards, inklusive Flüssigkeitskühler. Wie bereits erwähnt, stammt der eigentlich von Asetek und soll um die 100 Euro kosten. Mit einer High-End-WaKü kann dieses Modell aber nicht mithalten.
Seite zurück Seite 2 / 12 Seite vor




