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CrossFireX auf P55 - Mehr Power durch Nvidias NF200? - Wann sind 16/2=32?

13:40 - 23/02/2010

Intels P55 ist ein grundsolider Chipsatz: Er ist stabil, performant und bietet alle Features, die in der gehobene Mittelklasse derzeit zum guten Ton gehören. Für den Enthusiasten ergibt sich aber eine Schwäche: Prozessoren für das LGA-1156-Interface haben insgesamt 16 PCIe-2.0-Lanes mit einer Transferrate von je 5 GB/s an Bord, die im Regelfall auf zwei Grafikkartenslots aufgeteilt werden, wenn eine Multi-Card-Konfiguration wie SLI oder CrossFire verbaut ist. Doch was, wenn man drei Grafikboards zusammenstecken möchte? Das sieht der P55-Chipsatz nicht vor. Viele Boards, die Triple-SLI bzw. CrossFireX anbieten, verschalten die vier PCIe-Lanes des PCH zusammen und binden damit den dritten PEG-Slot an. Das Problem: Damit kommen nicht nur weniger PCIe-Lanes zum Einsatz, sie besitzen mit je 2,5 GB/s auch nur die halbe Bandbreite, was sich deutlich in der Performance niederschlägt.

Doch was wäre, wenn der dritte PEG-Slot nicht über den PCH angesprochen würde und so dem Flaschenhals entgehen könnte? Denkbar wäre, einen anderen Baustein einzusetzen, der die 16 PCIe-Lanes der CPU durch drei teilt und so jeder Grafikkarte theoretisch fünf Lanes à 5 GB/s zuteilt. Selbstverständlich können die Karten nicht wirklich im x5-Modus arbeiten, doch wäre der Baustein schlau genug ausgelegt, könnte er die pro Steckplatz verfügbare Bandbreite auf acht Lanes aufteilen. Da der PCIe-Controller der Lynnfield-basierten Core-i5/i7-Prozessoren nur maximal zwei Geräte anbinden kann, müsste sich ein solcher Baustein dem Prozessor gegenüber als eine einzige Komponente präsentieren und den Datenverkehr mit den gesteckten Grafikkarten dann selbst regeln.

Glücklicherweise gibt es solche fabelhaften Bausteine bereits – man kennt sie auch als PCIe-Brücken. Nvidia hat mit der nForce 200 schon länger eine solche im Programm und setzte sie damals ein, um den PCIe-1.1-kompatiblen Chipsatz nForce 680i in den nForce 780i mit PCIe-2.0-Support zu „verwandeln“. Viele Kritiker des 780i-Chipsatzes verwiesen darauf, dass in dieser Konstellation die Northbridge zum Flaschenhals wurde. Dennoch, die NF200-Bridge erwies sich als sehr gut geeignet, die unterschiedlichen Bandbreiten zu verwalten.

Aber halt: In der Vergangenheit konnten wir beobachten, dass man mit CrossFire beim Wechsel von PCIe 2.0 x16 auf x8 ungefähr 4% Performance einbüßt. Würde das nicht bedeuten, dass der Leistungseinbruch noch starker ausfällt, wenn man drei Karten im Prinzip mit fünf PCIe-Lanes anbindet? Um diese Frage zu beantworten, besorgten wir uns zwei Mainboards, die per PCIe-Bridge eine CrossFireX-Konfiguration erlauben.

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