Gulftown-Preview: Hohe Effizienz im Testlabor

15:40 - 08/03/2010

Journalisten aller Couleur sind im allgemeinen durch Verschwiegenheitsabkommen - so genannte NDAs (non-disclosure agreements) verpflichtet, Daten und Testergebnisse nicht vor Tag x und einer bestimmten Uhrzeit zu veröffentlichen. Damit soll Fairness zwischen Publikationen gewährleistet werden und die Hersteller üben so Einfluss auf den Zeitpunkt der Berichterstattung.

Auch im Fall des nächsten Intel-Topmodells ist dies so; Zahlen, Daten und Fakten lesen Sie in Kürze hier. Ein paar Denkanstöße wollen wir dennoch bereits heute geben, denn die im Internet kursierenden Informationen lassen bereits eine Menge Schlussfolgerungen zu.

Zuerst die Kompatibilität: nach Angaben mehrerer Board-Hersteller und Eigenversuchen ist der Sechskern Gulftown nach erfolgtem BIOS-Update auf existierenden Sockel-1366-Platinen in Betrieb zu nehmen. Wenn Sie solch ein Modell bereits Ihr Eigen nennen, so sollte der Hersteller in den Wochen nach dem Launch des Gulftown-Prozessors ein passendes Software-Update zur Verfügung stellen. Damit macht auch die 1366-Plattform wieder mehr Sinn, denn der dritte Speicherkanal bringt in der Praxis praktisch keine Vorteile gegenüber der jüngeren Sockel-1156-Plattform. Der Sechskerner bleibt nach unseren Informationen auf absehbare Zeit jedoch exklusiv auf dem Sockel 1366. Schön: wer heute einen günstigen Core i7-920 Quad Core kauft kann in späteren Monaten mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auf den Sechskerner aktualisieren. Beim bald erscheinenden, teuren Top-Modell dürfte es nämlich nur für die ersten Monate bleiben.

Ein wichtiges Diskussionsthema ist auch der Schritt von 45-nm-Fertigung beim Core i7 Bloomfield, die mit Gulftown auf 32 nm umgestellt wird. Unsere Effizienz-Tests beim 32 nm Dual Core Core i5 Clarkdale (ein 25 W Desktop-PC mit hoher Performance ist heute einfach machbar) sowie die gleichbleibende TDP von 130 W lassen darauf hoffen, dass der Sechskerner trotz der zwei zusätzlichen Rechenkerne keinesfalls mehr elektrische Leistung benötigt als die Core i7 Vierkerner. Diese Vermutung scheint sich mehr als zu bewahrheiten.

Verlustleistung im Idle und unter Last

Wir fragen Sie nach einer Einschätzung: Wieviel Verlustleistung wird der neue Gulftown auf unserem Testsystem wohl erreichen? Zum Einsatz kommen bei den Effizienz-Tests ein Gigabyte EX58-UD4P mit 3x 2 GB Corsair DDR3-Speicher, eine Radeon HD 5850 von Sapphire, eine WD VelociRaptor und ein PC Power & Cooling Silencer-Netzteil mit 750 W. Die Richtwerte vom Core i7-975 Extreme wollen wir nicht vorenthalten: Im Idle benötigte das System bei 3,33 GHz Nenntakt insgesamt 101 W. Unter Last mit allen Kernen belief sich der Messwert auf 241 W.

Was tippen Sie?

Diskutieren Sie mit und nenne Sie Ihre Schätzung! Derjenige, der mit den Verbrauchsangaben für das System unter Idle/Volllast am nähesten an den Ergebnissen ist darf sich ein Artikelthema wünschen - Machbarkeit vorausgesetzt.