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Momentus XT (ST750LX003) im Detail
09:00 - 19/01/2012
Die Rotationszahl des neuen Modells liegt noch immer bei 7200 U/Min., allerdings hat sich der Durchsatz erhöht und die maximale Kapazität wurde von 500 GB auf 750 GB angehoben, was auch für die meisten mobilen Anwender ausreichend sein sollte. Wer weniger Kapazität benötig, kann auf das 500 GB-Modell zurückgreifen, das auch weiterhin vertrieben wird. Von der Leistungsaufnahme her gesehen, wäre es interessant gewesen zu sehen, wie sich ein Laufwerk mit weniger Kapazität, dafür aber mit nur einem Platter verhält. Wir gehen aber davon aus, dass dies den hauptsächlichen Vorteil der Momentus XT zunichte gemacht hätte: eine höhere Kapazität als eine SSD zu einem aktzeptablen Aufpreis.
Hochwertig: SLC Flash
Seagate setzt auch bei der neuen Momentus XT 750 GB klar auf Zuverlässigkeit, da das Unternehmen auch hier wieder - wie bereits beim Vorgängermodell - Single-Level-Cell (SLC) Flash-Speicherbausteine verwendet. Die höhere Verbreitung von Mulit-Level-Cell NAND Flash kann durch ein besseres Preis pro Gigabyte Verhältnis erklärt werden, was das Verschleißverhalten anbelangt ist man mit SLC besser bedient. Moderne Flash-Controller machen beim “Wear-Leveling” einen fantastischen Job, auf lange Sicht sind diese Mechanismen jedoch nur erfolgreich, wenn man nicht die gesamte Kapazität des Flash-Speichers belegt. Im Falle eines Lese- und Schreib-Caches wie bei der Momentus XT, sollte man sicher stellen, dass die Hardware in jedem Fall auch zuverlässig funktioniert. Die Kapazität der für das caching verwendeten Flash-Speichers wurde von 4 GB bei der ersten Momentus-XT-Generation auf jetzt 8 GB erhöht.
Firmware Upgrades: Boot-Daten Pinning und Write Caching
Softwareseitig konnten wir zwei Verbesserungen ausmachen: Seagate gibt an, Boot-Dateien nun permanent vorzuhalten, sodass die Startzeit des Systems jederzeit so gering wie möglich ausfällt. Eine Aussage, die wir klar bestätigen können, da die Bootzeit für unser Windows 7 Testsystem näher an die Geschwindigkeit heranrückt, die man bei Verwendung aktueller SSDs erfährt. Eine weiter Aussage von Seagate ist, dass die Algorithmen für dieses Feature quasi selbstlernend ist, indem es Bootvorgänge identifiziert, Veränderungen oder Neuerungen bei den für den Bootvorgang nötigen Daten berücksichtigt und diese dann ebenfalls im Flash-Speicher vorhält. Dies bedeutet, dass das Laufwerk auch den Bootvorgang anderer Betriebssysteme wie zum Beispiel Mac OS beschleunigen kann. Ein kurzer Test mit Windows XP scheint diese Aussage zu bestätigen und da die für einen Bootvorgang notwendigen Daten typischerweise immer in der selben Reihenfolge ausgeführt werden, erscheint uns diese Aussage glaubhaft.
Zusätzlich werden nun auch noch Schreibvorgänge zwischengespeichert. Obwohl die Schreibgeschwindigkeit des Flash-Speichers mit 100 MB/s (170 MB/s bei Lesevorgängen) angegeben ist, könnte dies auch bei zufälligen Schreiboperationen von Vorteil sein, die traditionelle Festplattenlaufwerke bauartbedingt nur sehr langsam ausführen können. Dies können wir aber nicht bestätigen, da wir bei unserem Test mit CrystalDiskmark auch nach mehreren Durchläufen keine signifikanten Verbesserungen bei der Schreibgeschwindigkeit feststellen konnten.
Keine Abhängigkeit vom Betriebssystem
Dass die Momentus XT unabhängig vom Betriebssystem ihre Arbeit verrichtet, bedeutet, dass man sie auch in älteren Notebooks oder Desktop-PCs verwenden könnte - vorausgesetzt es ist ein SATA-Anschluss vorhanden. Die Unterstützung von NCQ wäre zwar hilfreich, der Selbstlern-Algorithmus für das Flash-Caching arbeitet jedoch auf jeder Plattform. Einziges mögliches Problem bei der Verwendung einer Momentus XT 750 GB könnte die Sektorengröße von 4 KB sein, was allerdings durch die von Seagate implementierte 512-Byte-Emulation adressiert wird.
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