Page 2 / 15

Szenario I: Motherboard/CPU/RAM

08:10 - 27/08/2010

Für unsere ersten Testläufe haben wir uns dazu entschieden, die Plattform auszutauschen, also das Motherboard, den Prozessor und den Hauptspeicher. In diesen Tests haben wir weder die Grafikkarte noch die Festplatte verändert. Wir sind davon ausgegangen, dass ein derartiges Upgrade vor allem die Anwender anspricht, die eine hohe Rechenleistung für Rendering, Audio/Video-Transcoding bzw. workstation-artige Arbeitslasten benötigen.

Motherboard: P55A Fuzion (Intel P55 Express)

Wir haben das MSI P55A Fuzion bereits in einem früheren Artikel als Beispiel für eine Upper-Mainstream P55 Express-Chipsatz-Plattform zweiter Generation eingesetzt. Die Portfolios der meisten Motherboard-Hersteller bieten bereits derart umfassen ausgestattete P55-Motherboards, um so den Ansprüchen von Enthusiasten und Übertaktern gerecht zu werden. Die Sockel LGA 1156-Plattform bietet derzeit zudem das beste Preis-Leistungs-Verhältnis bei den aktuellen Intel-CPUs.

Die Interpretation eines modernes P55-Motherboards basiert bei MSI auf dem P55 Express und dem Lucid LT22102 Chipsatz, auch unter dem Namen Hydra bekannt, einer PCI Express 2.0 SoC (System on a chip)-Switching-Lösung mit insgesamt 48 PCIe-Lanes. Diese Lösung lässt sich für das Balancing von PCIe-Loads benutzen oder, unter Verwendung der proprietären Lucid-Treiber, zur Realisierung von Dual Grafik-Konfigurationen in allen erdenklichen Variationen. Damit lassen sich dann  unterschiedliche Grafikkarten von AMD- bzw. Nvidia-Karten kombinieren oder auch gemischte Konfigurationen realisieren, bei denen dann die Grafikkarten von AMD und Nvidia gemeinsam betrieben werden. Auf diese Funktion werden wir demnächst in einem dritten Artikel eingehen.

Das P55A Fuzion ist zwar sehr gut ausgestattet, aber auch nicht übermäßig mit Hardware vollgestopft und siedelt sich damit im Upper Mainstream-Segment an. Dank der beiden PCI Express x16-Slots lassen sich zwei Grafikkarten oder eine Grafikkarte und eine Erweiterungskarte mit hoher Bandbreite wie z.B. ein Speicher-Controller unterbringen. Zwei weitere x1 PCIe-Steckplätze und zwei 32-bit PCI 2.3-Slots stehen für zusätzliche Erweiterungskarten bereit, HD-Audio und Gigabit-Networking sind ebenfalls mit von der Partie. Zudem kommt man in den Genuß der wohl attraktivsten Funktion eines aktuellen Systems: USB 3.0 und ein SATA 6 Gb/s.

CPU: Intel Core i7-870 (2,93 GHz Quad-Core)

Für unseren Vergleich nutzen wir den gleichen Quad-Core Lynnfield, 45-nm Core i7-870-Prozessor wie bereits in unserem ersten Vergleich der Computer aus den Jahren 2007 und 2010. Die 2,93 GHz-CPU bietet die Implementierung der maximalen Geschwindigkeitserhöhung durch Intels Turbo Boots, wodurch die Taktraten bei der Nutzung eines einzelnen Kerns um bis zu 667 MHz erhöht werden können. Obwohl Intel schrittweise auf den 32-nm Herstellungsprozess umstellt, ist die Lynnfield-Generation auch weiterhin sehr schnell und effizient.

RAM: 2x 2 GB DDR3-1600 OCZ Gold

Bei einem solchen Test spielt der Speicher eine eher untergeordnete Rolle, da die Performance-Unterschiede zwischen der Basisgeschwindigkeit (DDR3-1066) und einem zur Übertaktung geeigneten Speicher mit DDR3-2000 und schneller nicht sonderlich groß ist. Übertaktbare Speichermodule machen hauptsächlich Sinn in Systemen, bei denen man alle Taktraten maximieren will. Wir haben mit der DDR3-1600 Gold-Serie einen Upper Class-Speicher von OCZ benutzt, der seine Aufgabe sehr gut erledigt.

Seite 2 / 15