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Vier Speicherkanäle und PCI Express 3.0
09:00 - 14/11/2011
Ein Speichercontroller mit vier Kanälen
In allen drei Modellen steckt der gleiche Speichercontroller mit vier Kanälen, der offiziell Datenraten bis 1600 MT/s unterstützt. Damit sind theoretisch bis zu 51,2 GB/s möglich.
Obwohl für alle Performance-Tests Intels DX79SI zum Einsatz kam, schaffte es diese Plattform in Verbindung mit diversen Quad-Channel-Speicherkits nicht, Geschwindigkeiten jenseits von DDR3-1600 zu erreichen. Deshalb tauschten wir für diese Messungen das Intel-Board gegen ein Asus Rampage IV Extreme aus, das ein wenig später eingetroffen war. Beim Speicher griffen wir zu G.Skills Ripjaws Z F3-17000CL9-4GBZH. Diese Speicherriegel sollen bis zu DDR3-2133 erreichen.



Die Progression von DDR3-800 über die Zwischenstufen 1066 und 1333 bis hin zu 1600 liefert beeindruckende Steigerungen beim Datendurchsatz. Das wirkt sich in der Praxis je nach Anwendungen mal mehr (WinRAR) und mal weniger stark (3ds Max) aus.
Aktuell lautet unsere Empfehlung daher, sich für das DDR3-1600-Kit mit den niedrigsten Latenzen zu entscheiden, mit dessen Preis man noch leben kann. Wir arbeiten aber auch schon an einem High-End Speicher-Roundup für die X79-Plattform, und dort werden wir prüfen, wir sinnvoll Speicherkits mit großem Übertaktungsspielraum für diese Systeme wirklich sind.
PCI Express 3.0
Was Speichermenge und -durchsatz betrifft, sind einige der Fähigkeiten von Sandy Bridge-E sicherlich im Server- und Workstationbereich sinnvoller aufgehoben als auf dem Desktop. Beim Thema PCI Express dürfte aber auch die Desktop-Fraktion die Ohren spitzen, die mehrere Grafikkarten zusammen stecken will.
In unserem Preview-Artikel zu Sandy Bridge-E kritisierten wir, dass der Hersteller unseres Mainboards das Feature PCI Express 3.0 als „nicht unterstützt“ kennzeichnete. Von mehreren Quellen hatten wir bereits gehört, dass PCIe der dritten Generation für die Plattform vorgesehen war, aber vorerst nicht verfügbar sein würde. Möglicherweise komme es sogar erst 2012.
Wie sich herausstellt, wird Sandy Bridge-E nun tatsächlich PCI Express 3.0 unterstützen. Da es aber nach wie vor keine entsprechenden Erweiterungskarten gibt, gestaltet sich die Validierung problematisch. Wie man dem unten stehenden Diagramm entnehmen kann, garantiert Intel übrigens nach wie vor nur bei PCI Express 2.0 den reibungslosen Betrieb. Das wird sich wohl auch erst ändern, wenn erste Hardware mit der PCIe-Schnittstelle der nächsten Generation auf den Markt kommt.
Dennoch bestätigt Intels Datenblatt zum Core i7, dass die Plattform PCI Express 3.0 unterstützt und pro Lane und Richtung 1 GB/s an Daten übertragen kann.

Jedes der drei Sandy-Bridge-E-Modelle bringt 40 PCIe-Lanes mit, die sich auf bis zu 10 verschiedene Ports aufteilen lassen. Die meisten Mainboardhersteller werden ihre Produkte wohl mit Steckplätzen für drei oder vier Grafikkarten ausstatten, die dann entweder als Konfiguration mit x16-x16-x8 oder mit x16-x8-x8-x8 Lanes ausgeführt werden.
Verglichen mit den nur 16 PCIe-2.0-Lanes beim normalen Sandy Bridge sind die 40 Lanes der E-Variante fast schon dekadent. Allerdings sollte man nun nicht erwarten, dass die Gaming-Performance allein wegen der zusätzlichen Datenpfade besser ausfällt, wenn man mehrere GPUs nutzt. Immerhin haben wir bereits in einer dreiteiligen Artikelserie gezeigt, wie gut drei Grafikkarten dem Spieleerlebnis tun können. Doch solange wir keine mit PCIe 3.0 kompatiblen Karten testen können, gibt es auch keinen Grund auf die Konnektivität eines Sandy Bridge-E zu pochen, wenn selbst ein LGA-1155-Rechner mit Nvidias NF200-Chip keinen Mangel an Bandbreite zeigt.
Eine höhere CPU-Performance könnte Sandy Bridge-E allerdings sehr wohl zu besserer Spiele-Performance verhelfen. Laut Nvidia hilft die zusätzliche Performance der CPU nämlich, die Skalierung zu verbessern, wenn drei GeForce-Karten verbaut sind. Ob das stimmt, prüfen wir im Benchmark-Abschnitt. PCI Express wird hingegen nicht für die bessere Performance verantwortlich gemacht. Diese Ehre wird den sechs Sandy-Bridge-Kernen und dem riesigen L3-Cache zuteil.
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