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Übertakten mit der "Budget-Variante" von Sandy Bridge-E
07:40 - 14/12/2011
Overclocking: Der Core i7-3930K
Wenn man von einem 250-Euro-Mainboard auf eins für 180 Euro wechselt, erwartet man gemeinhin nicht, dass man keine Unterschiede im Gebrauch bemerkt. Deshalb hatten wir unsere Erwartungen an das ASRock X79 Extreme4-M erst einmal ein wenig zurückgesteckt.
Wie sich herausstellte, war das aber ein wenig voreilig. Mit der aktuellen Firmware war es uns problemlos möglich, erst bei 4,4, dann 4,5 und 4,6 und schließlich bei 4,7 GHz zu booten. Mit den letzten beiden Frequenzen durchlief unser Prozessor die Benchmarks zwar stabil, zeigte dann aber Schwächen im IntelBurnTest. Wir entschieden uns also vorsichtshalber, uns mit 4,5 GHz zu begnügen.
Wir hätten die Taktfrequenz sicher noch weiter erhöhen können. Die maximale Leistungsaufnahme unserer CPU lag am Ende mit 1,375 Volt Kernspannung bei 183 Watt, und laut ASRock kann das Board rund 200 Watt liefern. Auch an der Wärmeentwicklung lag es nicht, denn die maximal erreichten 80° waren noch bequem unter der erlaubten Grenze von 91° Celsius. Die Spannung war es, die uns Sorgen bereitete, denn der Core i7-3930K wollte mehr davon. Doch selbst bei der von uns genutzten Kernspannung ist nicht absehbar, welche Auswirkungen sich auf den Langzeitbetrieb und damit die Lebenserwartung der CPU ergeben. Deshalb ließen wir von den 1,4 Volt am Ende die Finger.

Am Ende konnten wir die 4,5 GHz sogar schon mit 1,361 Volt stabil erreichen, solange wir auf der wichtigsten Variable ausreichende Aufmerksamkeit widmeten: der Kühlung. Für den Prozessor kam nämlich Intels RTS2011LC zum Einsatz – nur blieben so die Spannungswandler und andere Bauteile des X79 Extreme4-M ungekühlt. Wie zu erwarten war, hatten wir so schnell Stabilitätsprobleme, selbst bei geringer Last. Die ließen sich aber sehr einfach umgehen, indem wir einen zusätzlichen Lüfter installierten, der auf das Mainboard blies. Mit diesem Ergebnis waren wir durchaus zufrieden.
Overclocking: Der Core i7-3820
Der Core i7-3820 erreicht ebenfalls respektable Taktfrequenzen. Allerdings ist der Weg dorthin ein anderer. Da es sich weder um ein X- noch ein K-Modell handelt, beherrscht der i7-3820 nur eingeschränktes Overclocking (limited overclocking). Damit sind maximal sechs Taktstufen zu je 100 MHz über dem höchsten Turbo-Takt möglich. Mit drei oder vier aktiven Kernen kommt diese CPU auf 4,3 GHz, mit nur einem Kern auf bis zu 4,4 GHz.
Damit schöpft man das Performance-Potential des Chips aber nicht voll aus. Also muss man noch ein wenig selbst Hand anlegen und die festen Teiler nutzen, die der X79-Chipsatz mitbringt. ASRocks X79 Extreme4-M zeigt sie zwar nicht in Form eines direkt anwählbaren Menüpunktes an, reagierte aber auf unseren Vorschlag sehr positiv. Wie dem auch sei: Stellt man beispielsweise den BCLK manuell auf 125 MHz, laufen PCI-Express und DMI innerhalb ihrer Spezifikationen, ganz so, wie wir es wollen.

Merkwürdigerweise wollte unser i7-3820 partout nicht mit 4,5 GHz laufen, startete aber mit den Multiplikatoren 37x und 38x ohne Murren bei 4,635 und 4,75 GHz. Selbst dann zeigte er sich aber noch ab und an zickig und schaffte es nicht, unseren kompletten Testparcours zu durchlaufen. Das änderte sich auch nicht, nachdem wir die Spannung auf 1,44 Volt erhöhten, was ohnehin nicht der Langlebigkeit zuträglich gewesen wäre.
Andererseits hatten wir ehrlich gesagt eh nicht so hohe Erwartungen an dieses Modell. Wer einen Quad-Core-Prozessor sucht, hat eigentlich keinen Grund, sich für die X79-Plattform mitsamt teurem Mainboard und Quad-Channel-Speicherkit zu entscheiden. Da ist man mit einer Kombination aus Z68-Board und Core-i7-CPU besser und preiswerter beraten, die auch die ist noch sehr leistungsfähig und beherrscht zudem noch Quick Sync.
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