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Zwei Mainboards mit USB 3.0 von ASUS und Gigabyte - USB 3.0 - Wieso, weshalb, warum?
14:30 - 10/02/2010
Die Hersteller versprechen sich (und den Kunden) vom Umstieg auf USB 3.0 einen gehörigen Performance-Schub. Nach und nach kommen nun die passenden Controller auf den Markt, wenngleich sie vorerst noch recht spärlich gesät sind. Um die Möglichkeiten der neuen USB-Version auszuloten wäre auch ein Endgerät vonnöten, das mindestens so schnell wie der Controller ist. Bislang gibt es ein solches aber noch nicht, denn man bräuchte schon eine Datenrate von über die 500 MB/s, um die theoretischen Grenzen der Schnittstelle zu erreichen.
Man sollte auch nicht damit rechnen, dass auf absehbare Zeit Geräte erscheinen, die schnell genug sind, die Geschwindigkeitsvorteile auszunutzen. Immerhin dauerte es auch beim „Hi-Speed“ USB 2.0 über ein Jahr, bis die ersten externen Laufwerke es auf 35 MB/s schafften – und selbst das war noch weit vom theoretischen Maximum von 480 MBit/s (60 MB/s) entfernt.
Erneut fehlt es also an schnellen Endgeräten, und dieses Mal liegt die theoretisch erreichbare Datenrate sogar noch weit höher. Das könnte bedeuten, dass noch einige Jahre ins Land gehen, bevor die ersten Laufwerke diese Schnittstelle wirklich ausreizen. Doch nur weil es noch wenige USB-3.0-Laufwerke gibt, heißt das nicht, dass wir uns nicht anschauen können, wie USB 3.0 auf den neusten Mainboards implementiert wird. Sollten die Ergebnisse gut ausfallen, darf man damit rechnen, dass bald sehr viel mehr Hardware für dieses Interface in den Regalen zu finden sein wird.
Bevor wir uns aber dem „Wie“ der USB-3.0-Implementierung widmen, ist auch das „Wieso“ nicht uninteressant. Immerhin sollte eSATA doch völlig ausreichend sein, oder nicht? Auf den ersten Blick könnte man einwenden, dass USB 3.0 mit 5 GB/s eine höhere Datentransferrate besitzt als eSATA mit 3 GB/s, doch wird auch eSATA in Bälde ein Update auf 6 GB/s erfahren. USB 3.0 wird also zwar meistens als Geschwindigkeitsupgrade beworben, doch könnte ihm zusätzlich auch die Rolle zufallen, einige der Probleme zu lösen, die eSATA nach wie vor plagen.
Zum einen ist USB 3.0 im Gegensatz zur SATA-Schnittstelle nicht auf ATA- und ATAPI-Geräte beschränkt. Vom Prinzip her funktioniert es wie ein externer PCI-Express 2.0 Link, der zusammen mit USB 2.0 denselben Stecker nutzt und so dieselbe Konnektivität mitbringt, wie die ExpressCard-Slots, die sich in vielen Notebooks finden. Es dürfte spannend werden zu sehen, ob es auch ähnliche Endgeräte wie Video-Capture- und Grafikkarten geben wird. Wie der Vorgänger USB 2.0 kann die neue Revision außerdem über ihre (abwärtskompatiblen) Pins die angeschlossenen Geräte mit Spannung versorgen, was es für externe Laufwerke zu einer interessanteren und praktischeren Lösung als der eSATA-Anschluss macht, der nur auf die Datenübertragung spezialisiert ist und keine Versorgungsspannung liefert. Gleichzeitig fällt die maximale Stromstärke mit 900mA höher aus als bei USB 2.0 (500mA). Insgesamt stellt USB also eine bessere Lösung für mobile Laufwerke dar als die die USB/eSATA-Combo-Buchsen, die man an einigen Mainboards, Notebooks und USB-Sticks findet.
Einer der größten Vorteile von USB 3.0 ist aber, dass es von vornherein für den Anschluss von Geräten ausgelegt wurde, die im laufenden Betrieb entfernt werden können. So sollte dieser Anschluss-Standard vor den Problemen gefeit sein, die bei den SATA/eSATA-Controllern vieler Mainboards verhindern, dass die Windows-Funktion „Hardware sicher entfernen“ richtig funktioniert. So mag USB 3.0 aus der Storage-Perspektive einfach nur „noch ein Interface“ sein. Seine hohe Flexibilität setzt es aber von eSATA ab, mit dem es in gewisser Weise konkurriert.
Jetzt, wo geklärt ist, wie und wo man USB 3.0 einordnen kann, schauen wir uns an, wie zwei Mainboard-Firmend die neue Schnittstelle auf ihren Mainboards implementieren.
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