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Was UEFI für Sie tun kann
13:00 - 23/11/2009
EFI ist ein Software-Interface, das zwischen dem Betriebssystem und der Plattform-Firmware arbeitet und damit das BIOS ersetzt. Tatsache ist, dass es in seiner Komplexität schon fast einem Betriebssystem gleicht. Denn EFI bietet nicht nur die Unterstützung von Treibern, Schnittstellen und Diensten, sondern auch eine EFI-Shell, die den Anwendern die Ausführung von EFI-Anwendungen auf Kommandozeilenebene ermöglicht.
Das EFI enthält in Tabellen organisierte Systeminformationen und bietet Boot- und Runtime-Dienste für das Betriebssystem. Die Boot-Dienste umfassen Initialisierung, Dateidienste und dergleichen, sowie auch Text- und Grafik- Konsolen für Anwender. Runtime-Dienste umfassen Daten-, Zeit- und NVRAM-Dienste. Um die Kommunikation zwischen den jeweiligen Geräten zu ermöglichen kommunizieren alle EFI-Treiber und –Komponenten durch festgelegte Protokolle. Treiber sind ein weiteres wichtiges Thema, da es sich bei der EFI-Gerätetreiberumgebung, dem EFI Byte-Code (EBC), um eine prozessorunabhängige Umgebung handelt, die nicht nur die Geräte-Initialisierung ermöglicht, sondern auch den Betrieb von Geräten – mit Ausnahme von OS-spezifischer Hardware wie High-End-Grafikkarten mit bestimmten Anforderungen an Eigenschaften und Treiberunterstützung.
Die Zeiten, in denen man einen Boot-Manager zum starten verschiedener Betriebssysteme benötigte, sind vorbei. Denn EFI implementiert seinen eigenen Boot-Manager, der diese Aufgabe erledigt. Für System-Builder bieten sich ebenfalls neue Möglichkeiten, da EFI-Erweiterungen aus verschiedenen Quellen integriert werden können, solange diese nicht volatil sind. Dies bedeutet, dass ein PC-System-Hersteller vom Kunden gewünschte Motherboards und Plattformen verwenden kann, während zusätzliche Systemeigenschaften via EFI durch eine Partition auf der Systemfestplatte oder sogar durch Internet-Downloads hinzukommen.
Boot Camp von Apple, das die parallele Installation einer Windows-Version neben einer bestehenden Mac OS-Installation ermöglicht, verwendet statt einer Open Firmware die EFI-Implementierung von Apple, Verzeihung, Intel, auf Intel-betriebenen Macs. Boot Camp ist seit April 2005 erhältlich und lässt sich auf den meisten x86 PC-Plattformen nicht annähernd so durchführen – Sie sagen es – aufgrund der fehlenden EFI-Unterstützung.
Durch den Compatibility-Support-Modus (CSM) der EFI Plattform-Initialisierungsfunktion (PI) können zusätzliche Schnittstellen bereitgestellt werden. Hierdurch wird es möglich eine Legacy-BIOS Laufzeitumgebung zu erstellen, was die technische Akzeptanz steigert und angesichts der Vorteile für Hersteller den Anreiz erhöht, das UEFI schnell zu übernehmen. Allerdings ist die Unterstützung derzeit lediglich auf dem Papier weit verbreitet.
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