Schnäppchencheck: WeTab mit viel Ausstattung für wenig Geld
14:30 - 27/01/2012
Einst wurde das WeTab gefeiert. Es sollte eines der ersten Tablets werden, dass es mit dem übermächtigen iPad aufnehmen konnte, glänzte aber mit einem mehr als holprigen Start: Es gab Pressekonferenzen, bei denen die Prototypen mit Windows und nicht mit dem auf dem Linux-Derivat Meego basierenden WeTab OS arbeitete, allerdings so taten als ob. Und als das Gerät schließlich 2010 auf den Markt kam, glänzte es mit einer Fülle von Kinderkrankheiten, die erst durch eine ganze Reihe von Updates behoben werden mussten.
Jenseits des ruinierten Rufs lassen die Leistungsdaten des Tablets aber durchaus aufhorchen. Hinter einem 11,6“ großen Display, das eine Auflösung von 1366 x 768 Pixeln besitzt, steckt ein 1,66 GHz schnellen Intel Atom N455 – man könnte fast meinen ein Netbook in der Hand zu halten. Dem System steht ein Arbeitsspeicher von 1 GB RAM zur Verfügung, Daten können auf einem 32 GB großen Flashspeicher abgelegt werden und auch die Schnittstellenausstattung ist dementsprechend gestaltet. Im Gehäuse finden sich zwei USB-2.0-Anschlüsse genauso wie ein HDMI-Port sowie ein 2-in-1-Kartenleser. Der Datenverkehr wird in WLAN-Netzen nach den Standards a/b/g/n abgewickelt, unterwegs können dank eines 3G-Funkchip zudem UMTS-Netze genutzt werden. Außerdem ist Bluetooth 2.1 an Board.
Bei derart klassischer Netbook-Technik ist das Tablet jedoch alles andere als leicht und macht sich mit einem Gewicht von etwa 1 kg schon recht deutlich in der Tasche bemerkbar. Regelmäßiges Arbeiten dürfte also durchaus auch zu einem Training der Armmuskulatur werden – das jedoch zu einem vergleichsweise günstigen Preis: Das Tablet wird aktuell bei Cyberport für 299 € angeboten – leistungsfähigere Hardware ist in der Klasse ansonsten kaum zu bekommen.
