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Intel P55 Express-Chipsatz
07:40 - 28/12/2009
Mit der Einführung der Nehalem-Architektur hat Intel endlich den Schritt gewagt, den AMD bereits 2003 gemacht hat: Den Speicher-Controller in den Prozessor zu integrieren. Dies gilt sowohl für die Enthusiasten-Plattform auf Basis des Sockel LGA 1366 als auch für das Mainstream LGA 1156-Ökosystem. Während die Enthusiasten-Plattform drei Kanäle des DDR3-Speichers verwendet, läuft der P55-Chipsatz im Mainstream-Segment auf 2-Kanal DDR3. Das ist kein wirklicher Nachteil, wie unser Core i7/i5-Effizienz-Shootout beweist.
Das Grafik-Interface ist nun Bestandteil des Prozessors anstatt des Chipsatzes. Core i5/i7-CPUs für den Sockel LGA 1156 erlauben entweder einen x16 PCI Express 2.0-Anschluss oder zwei x8-Anschlüsse für Konfigurationen mit zwei Grafik-Lösungen. Keines der getesteten Boards nutzt diesen Parity-Switch, allerdings bieten alle – mit Ausnahme von Foxconn – zwei physische x16-Slots. Die sekundären Slots stellen vier PCIe-Lanes zur Verfügung, was für duale Grafikkonfigurationen noch immer ausreicht, aber nicht mehr ideal ist. Auch das Foxconn stellt vier Lanes zur Verfügung, allerdings werden diese durch einen echten x4 PCIe-Slot herausgeführt. Alle zusätzlichen PCIe-Lanes, die über die 16 PCIe 2.0-Lanes des Core i5-Prozessor hinausgehen, werden vom P55-Chipsatz bereit gestellt, der insgesamt acht Lanes bietet. Allerdings liefern diese nur die halbe Bandbreite, da diese PCIe-Optionen nicht PCIe 2.0-kompatibel sind. Wir raten Ihnen davon ab, diese MicroATX-Boards mit einer Dual-Grafikkarten Konfigurationen zu betreiben.
Der P55 Chipsatz bietet zudem 14 USB 2.0-Anschlüsse, einen High-Definition Audio-Controller, 6 SATA/300-Ports mit AHCI und Native Command Queuing sowie RAID-Unterstützung (durch die Matrix-Storage-Technologie von Intel). All das ist heutzutage fast schon der Standard.
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