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Welche Enterprise-Festplatte ist die Beste? - Analyse: Welche Kapazität bietet die beste Performance?

08:10 - 23/06/2010

Festplattenkäufer, die nicht auf hohe Kapazitäten angewiesen sind, haben die Wahl: Unterschiedliche Kapazitätspunkte basieren auf unterschiedlichen internen Hardware-Konfigurationen. Infolgedessen bieten die Produkte einer einzelnen Festplattenfamilie im Regelfall auch unterschiedliche Performance- und Effizienzwerte. Wir wollten wissen, worin sich die drei beliebten Kapazitäten im 2,5-Zoll-Enterprise-Segment unterscheiden und haben uns mit den drei jüngsten Toshiba-Laufwerke auf die Jagd nach Antworten gemacht. Dabei stehen sich 600GB, 450GB und 300GB mit verschiedenen Head- und Platter-Konfigurationen gegenüber.

Viele Menschen tendieren zu der Annahme, dass Flash-SSDs, die zweifellos viel schneller und physisch robuster sind als Festplatten, mittlerweile die Einsatzgebiete von herkömmlichen Festplatten erobern. Was in der Theorie sicherlich der Fall ist, sieht in der Praxis jedoch etwas anders aus, da man in verschiedenen Szenarien, in denen eine hohe Zuverlässigkeit erforderlich ist – wie z.B. bei Banken und in der Wissenschaft – nicht einfach von magnetischem Speicher auf Flash-Speicher umstellen kann. Eine derartige Umstellung erfordert Langzeittests hinsichtlich der Zuverlässigkeit, eine akribisch vorhersehbare Performance und eine detailierte Validierung aller Komponenten, die von den Anforderungen der jeweiligen Anwendung abhängig ist. Die Validierung einer neuen Festplatte für die Installation in eine bereits bestehende Systemungebung ist deutlich einfacher als die Validierung einer neuen Technologie. Und genau das ist der Grund dafür, weshalb Flash-SSDs bei extrem wichtigen Servern noch nicht auf dem Vormarsch sind und die gute alte Festplatte auch in den kommenden Jahren weiterhin präsent bleibt.

Festplatten basieren auf rotierenden magnetischen Plattern, was große Auswirkungen auf Kapazitäten und Performance hat. Stellen wir uns dabei Festplatten als komplexe Plattenspieler mit mehreren Platten vor. Sich bewegende Arme helfen bei der Positionierung der Lese- und Schreibköpfe ähnlich des Tonarms und Tonabnehmers eines alten Plattenspielers. Pro Platter wird ein Satz Lese/Schreibköpfe verwendet – ein Kopf an der Ober- und ein Kopf an der Unterseite eines jeden Platters – um so beide Oberflächen der Scheibe nutzen zu können. Die Umdrehungsgeschwindigkeit der Platter beinflussen die Zugriffszeit durch die sogenannte Umdrehungslatenz, da eine geringere Wartezeit mit einer schnelleren Zugriffszeit gleichzusetzen ist. Der Durchsatz wird von der Fähigkeit beeinflusst mehrere Bits bei erhöhter Umdrehungsgeschwindigkeit lesen und schreiben zu können. Schließlich ermöglicht noch die Kombination von mehreren Plattern eine höhere Gesamtkapazität.

Moderne Festplatten bestehen normalerweise aus zwei oder mehr rotierenden Plattern. Allerdings ist es manchmal auch notwendig nur bestimmte Bereiche der Platter-Oberfläche zu nutzen, um so die gewünschte Kapazität zu erreichen. Ein einfaches Beispiel: Eine 2,5-Zoll-SAS-Festplatte mit 600GB bietet eine Kapazität von 200GB pro Platter. Für die Erstellung eines ähnlichen Laufwerks mit 300GB benötigt man also zwei Platter, die nicht komplett verwendet werden, wobei ein Laufwerk mit 450GB sowie eine Festplatte mit 600GB auf drei Platter basieren muss. Ein Blick auf die Performance sollte hier interessantes zu Tage fördern, denn es stellt sich folgende Frage: Nimmt die Zugriffszeit bei einem derartigen Laufwerk mit 450GB ab? Immerhin wird die durch die Köpfe abzudeckende Fläche geringer. Und gibt es Auswirkungen beim Durchsatz? Theoretisch sollte es von Vorteil sein, wenn das Laufwerk hautpsächlich die äußeren Sektoren des Festplatte nutzt, da diese mit der höchsten absoluten Umdrehungsgeschwindigkeit laufen.

Entscheidungsträger dürften sich wundern, wie sich die einzelnen Kapazitätspunkte und Konfigurationen unterscheiden. Wir haben die jüngsten 2,5-Zoll Enterprise-Festplatten mit 10.000 U/Min von Toshiba für Sie getestet und mit 600GB, 450GB und 300GB drei Kapazitätspunkte miteinander verglichen.

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