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Das 5-GHz-Projekt: Jetzt mit sechs Kernen - Alte Moden kehren wieder

08:10 - 20/07/2010

Kühler-Tests haben bei Tom’s Hardware Tradition. Abseits der „normalen“ und vielleicht ein wenig langweiligen Luftkühler schauen wir uns besonders gern auch ausgefallene und ausgeklügelte Lösungen an. Fast schon aus den Urzeiten unseres Artikel-Kompendiums stammt ein Review von KryoTechs Kompressorkühler Anno 1999. Noch im selben Jahr brachte der Hersteller mit dem Cool Athlon 900 eine Version mit von Hause aus auf für damalige Verhältnisse sensationelle 900 MHz übertaktetem Athlon 700 – damals frisch vorgestellt und das Flaggschiff der AMD-Prozessorlinie. Nicht einmal einen Monat später erlaubte es uns eine weitere Revision, erstmalig die 1-GHz-Marke zu knacken.

Irgendwann bekam KryoTech dann Konkurrenz. Bevor Asetek zu einem der renommiertesten Anbieter im Bereich der Wasserkühlung wurde, bot man mit dem VapoChill ebenfalls einen Kompressorkühler-Lösung an, die schon im Gehäuse vormontiert war und sowohl mit AMD- als auch Intel-CPUs funktionierte. Als schließlich Prometeia die Bildfläche betrat, war KryoTech schon wieder von der Bühne verschwunden, während die CPUs inzwischen eiskalt die 3-GHz-Grenze durchbrachen. Weitere Verbesserungen hielten Einzug, und ein Jahr später war auch die 4-GHz-Grenze passé. Da war aber erst einmal das Ende der Fahnenstange erreicht, und es schien klar, dass weitere Taktrekorde entweder einen Durchbruch bei der CPU-Herstellung oder der Kühltechnik erfordern würden.

Im legendären 5-GHz-Projekt gelang es uns vor etwa sechseinhalb Jahren mit einer Kombination aus Flüssigstickstoff für die CPU und einem Kompressorkühler für den Chipsatz schließlich, auch die 5-GHz-Schallmauer zu durchbrechen. Sonderlich praktisch oder gar alltagstauglich war diese Lösung natürlich nicht, denn wer hält sich schon einen Vorrat an Flüssigstickstoff? Auch die sonst so erfindungsreichen Hersteller nutzten diese Marktlücke nicht.

Inzwischen hat Intel CPUs in 32 nm Strukturgröße vorgestellt, die weniger Abwärme produzieren und so auch mit „permanenten“ Kühllösungen diese hohen Taktraten erreichen sollten. Tatsächlich schafften wir es in unserem Launch-Artikel zu Intels K-Serie, das System mit Core i5-655K noch bei 4,93 GHz hochzufahren– und zwar nur mit Luftkühlung.

Der technische Fortschritt hatte also dafür gesorgt, dass wir nun auch ohne den launischen Flüssigstickstoff unsere 5-GHz-Bestrebungen wieder aufnehmen konnten. Allerdings erschien es uns trivial, diesen Versuch mit einem preiswerten Doppelkern-Prozessor durchzuführen, der schon mit Luftkühlung stabile 4,6 GHz verkraftete. Außerdem hätte die Performance eines solchen Zweikerners mit auch mit 5 GHz in der modernen Welt der allgegenwärtigen Quad-Cores auch nicht weiter beeindruckt. Uns schwebte Größeres vor: Ein wahres CPU-Flaggschiff sollte es schon sein, alles andere ist langweilig.

Als Intel im März endlich seinen Core i7-980X Extreme Edition mit sechs Kernen und ganzen 12 Threads auf den Markt brachte, wussten wir, dass wir unseren Wunschkandidaten gefunden hatten. Nun fehlte nur noch ein passender, entsprechend potenter Kühler. Fündig wurden wir beim taiwanischen Hersteller Cooler Express.

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